Ahrensböker Gill vun 1490 e.V.

Hauptsatzung

§ 1

Der Verein führt den Namen Ahrensböker Gill vun 1490 e.V. In ihm sind vereinigt:

der Bürgerverein,

der Schützenverein von 1862,

der Schützenverein von 1924

und der Heimatverein.

Er hat seinen Sitz in Ahrensbök (Kreis Ostholstein). Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Eutin eingetragen.

§ 2

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung. Der Verein stellt sich im wesentlichen folgende Ziele:

1. Förderung des Schießsports;

2. Förderung der Vereinsjugend;

3. Pflege und Fortgestaltung des traditionellen Vorderlader-Vogelschießens;

4. Pflege der niederdeutschen Sprache.

Diese Ziele werden insbesondere durch die Zurverfügungstellung von Schießsportanlagen, die Förderung des Schießsports und der Jugendpflege und die Durchführung von Veranstaltungen verwirklicht. Dieses Bestreben finden ihren Höhepunkt in dem alljährlich stattfindenden Heimatfest, das die gesamte Bevölkerung mit nach auswärts verzogenen Ahrensbökern vereinen soll. Das Heimatfest soll durch seine Eigenart ein bedeutender Anziehungspunkt für die alte Klosterniederlassung „To Ahrnesboken“ werden.

§ 3

1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

3. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4

Der Verein umfasst:

a. ordentliche Mitglieder;

b. Jugendmitglieder bis zum vollendeten 18.Lebensjahr;

c. Ehrenmitglieder.

Jede Person kann sich durch ein Vereinsmitglied einführen lassen. Der Antrag auf Aufnahme in den Verein ist schriftlich an den erweiterten Vorstand, der über die Aufnahme mit einfacher Mehrheit entscheidet, zu richten. Mit dem Beschluss, der mit Auflagen verbunden sein kann, beginnt die Mitgliedschaft. Mit der Aufnahme erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins an. Es wird eine Aufnahmegebühr erhoben. Die Höhe bestimmt der Vorstand.

Die Mitgliedschaft erlischt:

1. durch Tod;

2. durch Austritt. Dieser ist einem Mitglied des Vorstandes schriftlich mitzuteilen und kann nur zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten erklärt werden.

3. durch Ausschluss seitens des erweiterten Vorstandes

a. bei Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte;

b. wegen unehrenhafter Handlungen;

c. wenn Beiträge und andere Zahlungsverpflichtungen für einen Zeitraum von 6 Monaten rückständig sind und Ihre Zahlung nicht innerhalb von 14 Tagen nach ergangener Mahnung erfolgt;

d. bei vereinsschädigendem Verhalten.

Der schriftlich zu begründende Ausschluss bedarf einer 2/3-Mehrheit der Mitglieder des erweiterten Vorstandes. Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle Ansprüche dem Verein gegenüber. Dem betroffenen Mitglied ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben und steht die Berufung in der nachfolgenden Mitgliederversammlung zu. Während des Berufungszeitraumes ruhen die Mitgliedsrechte.

§ 5

Die Mitglieder haben das Recht, an den Mitgliederversammlungen des Vereins teilzunehmen, Anträge zu stellen und vom vollendeten 18.Lebensjahr ab das Stimmrecht auszuüben. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme, die es nur persönlich abgeben kann. Die Mitglieder haben die in der Mitgliederversammlung festgesetzten Beiträge und sonstigen Leistungen jährlich im Voraus zu entrichten. Ehrenmitglieder entrichten keinen Beitrag.

§ 6

Die Organe des Vereins sind:

1. die Mitgliederversammlung,

2. der Vorstand – im Sinne des §26 BGB, Mitglieder des Vorstandes sind:

Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender, Kassenwart und Schriftführer.

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes, darunter der Vorsitzende, vertreten.

3. der erweiterte Vorstand.

Er besteht aus dem Vorstand, den jeweiligen Königen der Vogel- und Scheibenschützen, den Hauptleuten der Vogel- und Scheibenschützen, den Spartenleitern der Schießsportabteilungen, dem Jugendleiter sowie dem Pressewart.

§ 7

Der Vorstand ist verantwortlich für:

1. alle laufenden Angelegenheiten des Vereins, sofern diese nicht der Mitgliederversammlung zugewiesen sind. Hierbei soll eine Abstimmung mit dem erweiterten Vorstand erfolgen.

2. die ordnungsgemäße Verwaltung aller Ämter – im Verhinderungsfalle eines Mitgliedes des erweiterten Vorstandes hat der Vorstand für rechtzeitige Vertretung zu sorgen.

3. Auszeichnungen und Ehrungen.

Der Vorstand und der erweiterte Vorstand sind bei Bedarf durch den Vorsitzenden, im Verhinderungsfall durch den stellvertretenden Vorsitzenden einzuberufen. Der Vorstand und der erweiterte Vorstand sind beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Der Vorstand und der erweiterte Vorstand beschließen mit Stimmenmehrheit, soweit die Satzung nichts anderes besagt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des die Vorstandssitzung leitenden Vorstandsmitgliedes den Ausschlag.

Über jede Satzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die von dem die Sitzung leitenden Vorstandsmitglied und dem Protokollführer zu unterzeichnen sind. Niederschriften sind aufzubewahren. Die Mitglieder des Vorstandes und des erweiterten Vorstandes üben ihre Ämter ehrenamtlich aus.

§ 8

Die Hauptleute der Vogel- und Scheibenschützen können mit ihren Schützen die für die Gruppe geltenden Reglements selbst ausarbeiten. Dieselben dürfen der Satzung aber nicht entgegenstehen und bedürfen der Zustimmung des erweiterten Vorstandes. Insbesondere müssen alle angesetzten Schießübungen, Preisschießen usw. allen Mitgliedern offen stehen.

Eine Ausnahme bildet das Vogelschießen mit den Vorderladern.

Die Hauptleute der Vogel- und Scheibenschützen sowie die Spartenleiter der Sportschützen werden von der jeweiligen Gruppe auf deren Versammlungen gewählt, die Hauptleute für die Dauer von 5 Jahren.

§ 9

Alljährlich findet im Januar die Jahreshauptversammlung statt. Die Bekanntgabe der Einladung einschließlich Tagesordnung erfolgt per Aushang in der Gillhalle und auf der Internetseite der Ahrensböker Gill vun 1490 e.V. Außerdem erfolgt eine schriftliche Zustellung an die zuletzt mitgeteilten Mail-Anschriften der Mitglieder. Anträge zur Mitgliederversammlung müssen mindestens eine Woche vorher dem Vorstand eingereicht werden und begründet sein.

Der Mitgliederversammlung obliegen:

1. Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes und des Berichtes der Kassenprüfer;

2. Entlastung des Vorstandes;

3. gegebenenfalls Wahl des neuen Vorstandes, des Pressewarts, sowie Bestätigung des Jugendleiters.

Der Vorstand wird auf 4 Jahre mit einfacher Mehrheit gewählt. In jedem zweiten geraden Kalenderjahr sind der Vorsitzende sowie der Schriftführer, in dem dazwischen liegenden geraden Kalenderjahr der Kassenwart sowie der stellvertretende zweite Vorsitzende zu wählen. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes wird durch die Mitgliederversammlung ein Ersatzmitglied gewählt, das bis zum Ende der vorgesehenen Amtszeit amtiert.

4. Wahl von 2 Kassenprüfern. Die Kassenprüfer dürfen nicht dem Vorstand angehören. Die Wahl erfolgt jährlich wechselnd für jeweils zwei Jahre.

5. jede Änderung der Satzung;

6. Entscheidung über eingereichte Anträge;

7. Auflösung des Vereins.

Alle personellen Wahlen werden auf Antrag mindestens eines Mitgliedes, oder wenn für ein zu wählendes Amt mehrere Wahlvorschläge bestehen, per Stimmzettel durchgeführt. Ansonsten erfolgt die Wahl durch offene Abstimmung per Handzeichen.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss von dem Vorstand einberufen werden, wenn mindestens 10 ordentliche Mitglieder dies schriftlich mit Angabe des Grundes beantragen. Der Vorstand kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschließen.

Jede ordnungsgemäß anberaumte Jahreshauptversammlung oder außerordentliche Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Sie beschließt über Anträge durch einfache Mehrheit, soweit sie nicht Satzungsänderungen oder die Auflösung des Vereins betreffen.

Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das von dem Vorsitzenden zu unterschreiben und von einem anderen Vorstandsmitglied gegenzuzeichnen ist.

§ 10

Die vereinseigenen Geräte und Einrichtungen können unter der Voraussetzung der pfleglichen Behandlung von den einzelnen Mitgliedergruppen benutzt und verwaltet werden. Alle Einrichtungsgegenstände und Geräte sind in einer Inventarliste festzuhalten. Öffentliche Veranstaltungen sind mit dem Vorstand abzustimmen. Die Abrechnung erfolgt mit dem Kassenwart.

§ 11

Eine Änderung dieser Satzung kann nur auf einer ordnungsgemäß einberufenen Versammlung vorgenommen werden, wenn der Antrag zu einer Änderung auf der Tagesordnung stand.

Erforderlich ist eine 3/4-Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Falls weniger als die Hälfte der eingeschriebenen Mitglieder anwesend ist, ist eine Beschlussfassung auszusetzen. Der Vorstand muss eine neue Versammlung einberufen. Diese Versammlung kann unmittelbar der nicht beschlussfähigen Versammlung folgen, die über die Satzungsänderung befinden sollte, wenn in der Ladung zur satzungsändernden Versammlung auf die unmittelbare folgende Einberufung der erneuten Versammlung hingewiesen wurde. Eine Beschlussfähigkeit ist dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder gegeben.

§ 12

Das Geschäftsjahr ist gleich dem Kalenderjahr.

Die gesamte Rechnungslegung hat alljährlich auf der Jahreshauptversammlung zu erfolgen. Die darzulegenden Rechnungsunterlagen sollen mindestens aus einer Einnahme – und Ausgaberechnung bestehen und durch die Kassenprüfer beglaubigt sein.

§ 13

Über die Auflösung des Vereins kann nur eine zu diesem Zweck einberufene außerordentliche Mitgliederversammlung beschließen, wenn alle Mitglieder durch persönliches Anschreiben eingeladen sind.

Für den Beschluss der Aufhebung ist eine 3/4-Mehrheit der abgegeben Stimmen erforderlich. Die gleiche Versammlung beschließt auch über die Verwendung des Vereinsvermögens. Das Vereinsvermögen ist im Falle der Auflösung gemeinnützigen Zwecken zuzuführen. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

§ 14

Innerhalb der Ahrensböker Gill vun 1490 e.V. hat eine grundsätzliche politische Neutralität zu herrschen.

Stand 26.08.2016