Autor: Jeanette Schulz

  • 536 Jahre Gemeinschaft: Die Ahrensböker Gill feiert Jubiläum. 

    Seit über fünf Jahrhunderten steht die Gill in Ahrensbök für gelebte Tradition, Gemeinschaft und sportlichen Ehrgeiz. In diesem Jahr blickt die Gemeinschaft auf beeindruckende 535 Jahre Geschichte zurück – und zeigt dabei eindrucksvoll, dass sie alles andere als ein Relikt vergangener Zeiten ist.

    Gegründet im Jahr 1490, hat sich die Gill über Generationen hinweg stetig weiterentwickelt. Was einst als Zusammenschluss engagierter Bürger begann, ist heute ein lebendiger Ort, an dem Tradition und Moderne Hand in Hand gehen. Historische Uniformen treffen auf elektronische Schießstände, langjährige Erfahrung auf die Neugier junger Mitglieder.

    „Die Gill ist kein Museum“, heißt es aus den Reihen der Mitglieder. Vielmehr sei sie ein Ort, an dem Gemeinschaft aktiv gelebt wird – beim Training, beim Heimatfest oder bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen. Hier entstehen Freundschaften, werden Talente gefördert und aus einem „Ich“ ein „Wir“.

    Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Brauchtum, sondern auch der Sport. Ob Luftgewehr, Kleinkaliber, Kurzwaffe oder Bogenschießen – Konzentration, Präzision und Fairness prägen das Training. Moderne Anlagen und engagierte Trainer schaffen optimale Bedingungen für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Schützen.

    Doch es ist vor allem das Miteinander, das die Gill auszeichnet. Ehrenamtliches Engagement, gemeinsame Erlebnisse und das Gefühl, dazuzugehören, verbinden die Mitglieder über Generationen hinweg. Veranstaltungen wie das Heimatfest oder das traditionelle Königsschießen stärken die Identität und den Zusammenhalt.

    Auch die Nachwuchsarbeit spielt eine zentrale Rolle. Mit viel Herzblut fördert die Gill junge Menschen und begeistert sie für Sport und Gemeinschaft. „Mich hat fasziniert, wie viel Konzentration und Ruhe dieser Sport braucht. Nach einem stressigen Arbeitstag genau das Richtige“, berichtet Jeanette Schulz, seit zwei Jahrzehnten Mitglied, dritte Generation ihrer Familie.

    Das Jubiläumsjahr bietet nun einen besonderen Anlass, diese Werte zu feiern – und zugleich den Blick nach vorne zu richten. Denn die Gill bleibt offen für neue Gesichter und lädt alle Interessierten ein, Teil dieser langen Geschichte zu werden.

    Oder, wie es in Ahrensbök heißt: Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, dazuzugehören.

  • Finanzielle Zukunft unserer Gill – Gemeinsam Verantwortung übernehmen

    Im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27.02.2026 haben wir uns intensiv mit der finanziellen Zukunft unserer Ahrensböker Gill von 1490 e.V. beschäftigt. Dabei wurde deutlich: Unsere finanzielle Lage erfordert gemeinsames Handeln.

    Aktuelle Situation

    Die Fixkosten unseres Vereins sind gestiegen. Gleichzeitig reichen die bisherigen Mitgliedsbeiträge nicht mehr aus, um alle laufenden Ausgaben zu decken. Rücklagen konnten in den vergangenen Jahren nicht aufgebaut werden. Das bedeutet, dass wir strukturelle Anpassungen vornehmen müssen, um die Zukunft unseres Vereins langfristig zu sichern.

    Arbeit des Finanzausschusses

    In insgesamt vier Sitzungen hat der Finanzausschuss mögliche Lösungen erarbeitet. Ziel war es, tragfähige und zugleich faire Maßnahmen vorzuschlagen, die unseren Verein stabilisieren, ohne die Mitglieder übermäßig zu belasten.

    Anpassung der Mitgliedsbeiträge

    Ein zentrales Ergebnis ist die vorgeschlagene moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge mit Inflationsanpassung:

    • Beitrag von 25 € auf 30 € für passive Mitglieder
    • Beitrag von 200 € auf 220 € für unsere aktiven Mitglieder

    Diese Anpassung soll dazu beitragen, die laufenden Kosten zu decken und perspektivisch wieder Rücklagen zu bilden.

    Zusätzliche Aktionsideen

    Neben der Beitragsanpassung setzen wir verstärkt auf zusätzliche Einnahmen durch Veranstaltungen. Vorschläge sind unter anderem:

    • Oktoberfest
    • Flohmarkt
    • Tanz in den Mai
    • Halloweenparty/Mottopartys
    • Kneipenabend
    • Waldfest

    Solche Veranstaltungen stärken nicht nur unsere finanzielle Basis, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl im Verein.

    Engagement und Transparenz

    Die Zukunft unserer Gill lebt vom Engagement ihrer Mitglieder. Aktive Mitarbeit, die Organisation von Veranstaltungen und regelmäßige Koordinationstreffen sind wichtige Bausteine für eine stabile Vereinsarbeit.

    Ebenso wichtig ist uns Transparenz: Alle Mitglieder werden regelmäßig informiert und erhalten Einblick in die Finanzberichte. So schaffen wir Vertrauen und eine gemeinsame Grundlage für Entscheidungen.

    Gemeinsam Zukunft sichern

    Unsere Gill blickt auf eine lange Tradition zurück. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir Zusammenhalt, Engagement und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

    Lasst uns die finanzielle Zukunft unseres Vereins gemeinsam sichern!

  • Ahrensböker Nachwuchs stark beim Landesjugendkönigsschießen vertreten

    Ahrensböker Nachwuchs stark beim Landesjugendkönigsschießen vertreten

    Beim heutigen Landesjugendkönigsschießen des Norddeutscher Schützenbund stand für den Nachwuchs der Sportschützen alles im Zeichen von Konzentration, Gemeinschaft und großen Emotionen. Zeitgleich fand der Landesjugendtag statt – ein besonderer Rahmen für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Land.

    Den Auftakt bildete der Wettkampf um die begehrte Königswürde. Vier Jugendliche aus Ahrensbök hatten sich im Vorfeld qualifiziert und traten hochmotiviert an den Schießstand. Für sie war bereits die Teilnahme auf Landesebene ein großer Erfolg – entsprechend groß war die Spannung vor den entscheidenden Schüssen.

    Nach dem sportlichen Teil folgte die Landesjugendversammlung. Hier wurden nicht nur aktuelle Themen der Jugendarbeit besprochen, sondern auch personelle Veränderungen bekanntgegeben. Der bisherige Landesjugendsprecher und Trainer der Ahrensböker Gilde, Matti Persson, legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder. Gleichzeitig trat er in das Amt des zweiten stellvertretenden Landesjugendleiters ein. Mit diesem Schritt bleibt er der Landesjugend weiterhin in verantwortlicher Position erhalten – künftig jedoch mit erweitertem Aufgabenbereich.

    Im Anschluss stand die mit Spannung erwartete Siegerehrung auf dem Programm. Dabei konnten sich die Ahrensböker Nachwuchsschützen über hervorragende Platzierungen freuen: Anton Poggensee erreichte einen starken vierten Platz. Noch weiter nach vorn schaffte es Neele Hamdorf – sie belegte den dritten Rang und wurde damit Ritterin 2026 des neuen Landesjugendkönigs.

    Drittplatzierte Neele Hamdorf und Platz vier: Anton Poggensee

    Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und engagiert die Jugendarbeit im Schützenwesen ist. Neben sportlichem Ehrgeiz standen vor allem Gemeinschaft, Verantwortung und Zukunftsgestaltung im Mittelpunkt – Werte, die der Nachwuchs in Ahrensbök und im gesamten Landesverband mit Überzeugung lebt.

    Alle Qualifizierten auf einen Blick, v.l.n.r.: Nele Fischer, Kronprinz Caelan O’Shea, Neele Hamdorf und Anton Poggensee

  • Plattdüütsch, Matjes und beste Stimmung

    Ein voller Saal, beste Laune und jede Menge Applaus: Das Matjes Puulkantüffeln der Ahrensböker Gill vun 1490 e. V. am vergangenen Freitag im Gill Huus war ein voller Erfolg. Zahlreiche Gäste waren gekommen, sodass die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt war.

    Schon beim Eintreffen lag der Duft von frischem Matjes in der Luft. Das liebevoll zubereitete Essen sorgte für zufriedene Gesichter und bildete den genussvollen Auftakt eines rundum gelungenen Abends.

    Für den kulturellen Höhepunkt sorgte der plattdeutsche Künstler Heinrich Evers. Mit viel Humor, Charme und feinem Gespür für sein Publikum begeisterte er die Besucherinnen und Besucher. Seine Geschichten aus dem norddeutschen Alltag sorgten immer wieder für herzhaftes Lachen, zustimmendes Nicken und langanhaltenden Applaus. Schnell sprang der Funke über – es wurde nicht nur gelacht, sondern stellenweise auch kräftig mitgesungen.

    Die ausgelassene, herzliche Stimmung zeigte einmal mehr, wie lebendig die plattdeutsche Sprache ist und wie sehr solche Abende die Gemeinschaft stärken. Viele Gäste blieben noch lange beisammen, tauschten Erinnerungen aus und genossen das gesellige Miteinander.

    Am Ende stand fest: Dieser Abend war nicht nur kulinarisch ein Genuss, sondern auch kulturell ein voller Erfolg – und macht Lust auf eine Wiederholung.