Bei der diesjährigen Abrechnungsversammlung zum Heimatfest blickte die Gill auf ein ereignisreiches und gelungenes Festjahr zurück. Nach der Begrüßung durch die Hauptleute wurde die Tagesordnung einstimmig genehmigt. Bei einem gemeinsamen Imbiss bestand anschließend Gelegenheit zum Austausch und zum geselligen Beisammensein.
Ein Fest lebt von seiner Gemeinschaft
In ihrem Rückblick betonte der Vorsitzende, Björn Behnke, dass das Heimatfest auch in diesem Jahr von einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt war. Die internen Veranstaltungen und Programmpunkte wurden gemeinsam erlebt und gestaltet. Aufgaben wurden übernommen, spontane Umplanungen flexibel aufgefangen und Herausforderungen ohne lange Diskussionen gemeinsam gelöst.
„Das ist keine Selbstverständlichkeit – das ist Gillkultur.“
Gerade dieser Zusammenhalt sei eine der großen Stärken des Heimatfestes. Ein Fest dieser Größe lebt von Menschen, die Verantwortung nicht nur übernehmen, sondern diese auch tragen.
Gleichzeitig wurde auch eine wichtige kritische Frage angesprochen: Noch immer lastet ein großer Teil der Arbeit auf zu wenigen Schultern. Viele verlassen sich auf die gleichen engagierten Helferinnen und Helfer. Das ist menschlich nachvollziehbar, auf Dauer aber weder fair gegenüber denjenigen, die besonders viel leisten, noch gegenüber der gesamten Gill.
Verantwortung sei kein Privileg einzelner, sondern etwas, das als Gemeinschaft geteilt werden sollte.
Tradition bewahren und gleichzeitig weiterentwickeln
Warum wird eigentlich so viel Arbeit für ein Wochenende investiert? Die Antwort liegt auf der Hand: Das Heimatfest ist weit mehr als die Veranstaltung selbst. Es geht darum, Tradition lebendig zu halten – nicht als Museum, sondern als etwas, das sich weiterentwickelt.
Diese Weiterentwicklung war beim Heimatfest 2026 deutlich zu spüren. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt wurden beispielsweise Lösungen für die Herausforderungen rund um die Durchführung von Festumzügen gesucht und wichtige Fragen geklärt. Besonders erfreulich war die Unterstützung aus der Bevölkerung: Straßenabsperrungen wurden auch von Menschen übernommen, die gar keine direkte Verbindung zur Gill haben.
Ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde!
Natürlich gibt es bei einzelnen Programmpunkten noch Verbesserungspotenzial. Umso wichtiger war der Dank an alle, die organisiert, mitgezogen und sich flexibel auf neue Situationen eingestellt haben.
Denn das Heimatfest ist nicht nur ein Ablaufplan. Es sind vor allem die Menschen, die es gestalten und durchführen, die das Fest zu dem machen, was es ist.
Auch die Planungen für 2027 laufen bereits. Erste Gespräche mit dem Zeltwirt wurden geführt. Dabei soll sich das Heimatfest weiterentwickeln, gleichzeitig aber realistisch und für alle Beteiligten machbar bleiben.
Scheibenschützen und Vogelschützen ziehen Fazit
Auch die Schützen blickten auf ein gelungenes Heimatfest zurück.
Der Scheibenhauptmann bedankte sich insbesondere bei den Schützen für ihre Disziplin und das konzentrierte Schießen. Außerdem wurde die Kostenaufstellung für die Beschaffungen rund um die Scheibenschützen vorgestellt.
Der Vogelhauptmann bezeichnete das Schießen 2026 als klassisch, lebhaft, agil und diszipliniert. Eine kleine Kritik durfte dabei natürlich nicht fehlen: Der Vogel war in diesem Jahr nicht ganz zur Zufriedenheit aller – insbesondere das verwendete Holz sorgte für Gesprächsstoff.
Der Königstanz fand in diesem Jahr erstmals unter freiem Himmel statt. Dabei lief verständlicherweise noch nicht alles reibungslos, gleichzeitig wurde deutlich, dass dieser Programmpunkt Potenzial für die Zukunft bietet.
Vogelkönig Karsten Buck stellt jedoch -unter Zustimmung des Scheibenkönigs Oliver Fischer- klar, dass dem Königspaar die neue Version gefallen hat und mögliche Missverständnisse nicht aufgefallen seien.
Einig war man sich dagegen beim Blick auf den Tempel: Er lebt, wird verändert und modernisiert und bleibt damit eines der besonderen Juwelen des Heimatfestes – nicht zuletzt wegen seiner einzigartigen natürlichen Bühne.
Auch bei Vogel- und Scheibenschützen wächst der Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit und einer möglichen weiteren Zusammenführung.
Zahlen und Fakten
Natürlich durfte bei einer Abrechnungsversammlung auch der Blick auf die Finanzen nicht fehlen.
Der Kassenwart stellte die Zahlen des Heimatfestes vor. Die Einnahmen lagen bei mehr als 3.000 Euro. Trotz hoher Ausgaben konnte das Fest mit einem Plus von 815 Euro abgeschlossen werden.
Gleichzeitig wurden einige Bereiche mit weiterem Potenzial benannt. Dazu gehören unter anderem die Werbung am Festplatz sowie der Tortenverkauf. Auch bei den Nebenkosten gibt es Möglichkeiten, künftig noch genauer hinzuschauen.
Insgesamt zeigt die Abrechnung: Das Heimatfest steht finanziell auf soliden Beinen – und gleichzeitig gibt es Stellschrauben, an denen weiter gearbeitet werden kann.
Ehrungen und Pokalvergabe
Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem die erfolgreichen Schützinnen geehrt.
Die Könige erhielten die begehrten Adler-Pokale
Die nächsten Termine
Auch nach dem Heimatfest bleibt der Terminkalender gut gefüllt. Folgende Veranstaltungen stehen bereits an:
- 12.09.2026: Dänenvogelschießen
- 13.09.2026: Kreiskönigsschießen
- 26.09.2026: Drei-Städte-Schießen
- 17.10.2026: Oktoberfestschießen
Ausblick auf den Königsball
Zum Abschluss ging es noch um den bevorstehenden Königsball.
Karsten Buck freut sich auf einen schönen Abend mit vielen Gästen und wünscht sich eine ausgelassene Party. Die Besucher dürfen sich auf ein bis zwei kleine Überraschungen und einige Änderungen zum Schmunzeln freuen. Außerdem wird es eine große Tombola geben.
Wer noch keine Einladung erhalten hat, muss sich keine Sorgen machen – diese wird noch verteilt. Über Spenden für die Tombola freut sich das Organisationsteam selbstverständlich sehr. Dabei gilt: Jede Spende ist willkommen und soll im Rahmen der eigenen Möglichkeiten erfolgen.
Vor allem aber steht die Freude auf einen gemeinsamen Abend im Mittelpunkt. Wir freuen uns auf unser Königspaar und hoffen auf viel Spaß, gute Stimmung und einen rundum gelungenen Königsball!
Danke an alle Helferinnen und Helfer
Der Rückblick auf das Heimatfest 2026 hat einmal mehr gezeigt: Ein solches Fest funktioniert nur, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken.
Deshalb gilt unser besonderer Dank allen, die geplant, organisiert, aufgebaut, abgesichert, durchgeführt, spontan umdisponiert, geholfen und mitgefeiert haben.
Ein besonderer Dank geht außerdem an Thomas für die Organisation rund um den Festumzug sowie an alle Bürgerinnen und Bürger, die mit ihrer Unterstützung zum Gelingen des Heimatfestes beigetragen haben.
Das Heimatfest lebt von dieser Gemeinschaft. Und genau diese Gemeinschaft wollen wir auch in Zukunft bewahren, stärken und weiterentwickeln.




